
Auf dem Musikprogramm stehen Mozarts Trinitatis-Messe sowie sein "Regina coeli" KV 276. Die Trinitatis-Messe ist im Messen-Schaffen Mozarts einzigartig, insofern, als er trotz repräsentativer Instrumentalbesetzung auf Solisten verzichtet und im Vokalpart den Chor allein vorgesehen hat. Der musikalische Schwung und die Klangpracht werden dadurch aber nicht gemindert, ganz im Gegenteil.
Aus gegebenem Anlass des dankbaren Gedenkens am Muttertag ist es vielleicht angebracht, einen Blick auf W. A. Mozarts Mutter, Anna Maria Mozart, zu tun.
Wie so oft bei Müttern und Großmüttern war auch ihr Leben geprägt von Pflichterfüllung, von Güte und taktvoller Zurückhaltung. Die Geschichte beschreibt sie als "einfache Hausfrau", die für ihren Sohn viel aufgegeben hat. Unauffällig lenkte sie das Geschick ihrer Familie, wenngleich sie vor leidvollen Erfahrungen nicht verschont blieb: Von ihren sieben Kindern erlebten nur zwei das Erwachsenenalter, Wolfgang Amadeus und seine um fünf Jahre ältere Schwester "Nannerl".
In mütterlicher Pflichterfüllung ist Mutter Mozart dann auch verstorben, in Paris, wohin sie Wolfgang Amadeus aus gutem Grund begleitet hat: Zweck der damals nicht unbeschwerten Reise war die Suche nach einer guten Stelle für ihren Sohn. In Paris, Mutter Mozart war 57 Jahre alt, erkrankte sie ernsthaft; sie entschlief in Wolfgang Amadeus‘ Armen.
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Anna Maria Mozart |
Im Jahresprogramm Vivat Moz@rt ist eine repräsentative Auswahl von Mozarts geistlicher Musik zu erleben. Das detaillierte Programm finden Sie hier.
Die Gottesdienstmusiken finden im Martinsdom statt, meist zu Abendterminen, um auch Interessierte von außerhalb Eisenstadts damit anzusprechen.
Die musikalischen Ausführungen sind im vorderen Dombereich platziert, so dass sie nicht nur gut gehört, sondern auch gut gesehen werden können.
So, 8. Mai, 19 Uhr, Martinsdom: W. A. Mozart, Trinitatis-Messe KV 167